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Deutsches Theater Berlin

Freitag • 01/05/2020 • 20:00 Uhr • Stadtsaal
Väter und Söhne

Von Brian Friel nach dem Roman von Iwan Turgenjew / Regie Daniela Löffner

Wegen des besonderen Aufführungsformats (verkleinerter Zuschauerraum) wird das Stück zwei Mal aufgeführt. Es besteht freie Platzwahl.

Eingeladen zum Theatertreffen 2016 / Publikumspreis der Siegener Biennale 2017

Turgenjews großer Russland-Roman beschreibt eine konfliktreiche Epoche zwischen Aufbruch und Tradition, zwischen Revolte und Anpassung, zwischen Lebenslust und Melancholie.

Die befreundeten Studenten Arkadi und Jewgeni stellen die herrschenden Werte und Konventionen in Frage. Als sie Im Sommer ihre Familien auf dem Land besuchen, treffen die radikalen Ansichten der Jungen auf die Anschauungen und Lebensweisen der Elterngeneration. Die liberalen Väter haben sich als Gutsbesitzer und Arzt ins Privatleben zurückgezogen. Rührend unbeholfen gesteht Arkadis verwitweter Vater seinem Sohn, dass er sich in die jungen Magd Fenitschka verliebt hat. Während Arkadi seinen Vater in die Arme schließt, tut Jewgeni jede Liebesäußerung als dumme Gefühlsduselei ab. Die brüske Ablehnung jeglicher Gefühle und Werte bringt besonders Arkadis Onkel Pavel auf die Palme. Der Provinz-Dandy schwärmt von Kunst und Poesie, ist ebenfalls heimlich in Fenitschka verliebt. Wenn er seine Angebetete an den Bruder verliert und sein einsames Herz im Eau de Toilette ertränkt, Jewgenis spießiger Vater seine Liebe zum Sohn hinter vielsagenden Lateinzitaten verbirgt und sich doch so sehr nach einer Umarmung sehnt, das Weltbild der selbsternannten Nihilisten beim Anblick der attraktiven Gutsherrin Anna und ihrer schwärmerischen Schwester Katja ins Wanken gerät, werden die Figuren zu authentischen Menschen mit Stärken und Schwächen…

Regisseurin Daniela Löffner lässt den großartigen Schauspielern viel Raum, die Figuren zu entwickeln. Mal mitfühlend, mal abweisend, mal euphorisch, mal enttäuscht, mal froh und mal traurig, verkörpern sie Charaktere, in denen sich auch heutige Menschen wiederfinden können. Alle ringen mit sich und den anderen, können nicht aus ihrer Haut und wollen doch verstanden und geliebt werden. Zum leidenschaftlichen Beziehungsreigen werden Waffeln kredenzt und Blumengestecke arrangiert. Das Grammophon tönt, der Schweiß rinnt. Es wird getafelt, musiziert, getanzt und parliert. Und die Zuschauer sind hautnah dabei.

„Hier denkt auch das Herz und das Theater lebt“ (Tagesspiegel)

„Höchste Schauspielkunst mit einem überragenden Ensemble“ (taz)

„Pure Spielfreude, bei der man den Figuren fast 4 Stunden lang gebannt zuschaut bis sie zu guten Bekannten werden“ (SZ)