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Schauspielbühne Stuttgart

Samstag • 22/02/2020 • 20:00 Uhr • Stadtsaal
Tod eines Handlungsreisenden

Drama in zwei Akten und einem Requiem von Arthur Miller / Regie: Harald Demmer / Titelrolle: Helmut Zierl

Die Geschäfte des Vertreters Willy Loman gehen schlecht. Seine überholten Verkaufsstrategien ziehen nicht mehr. Fehlende Provisionen treiben ihn in die Schuldenfalle. Wie Menschen, die in unserer erfolgsorientierten Gesellschaft zu den Verlierern zählen, die Selbstzweifel und Verlustängste plagen, sich verraten fühlen, sieht Willy einer ungewissen Zukunft entgegen. Diese Parallelen lassen Arthur Millers Meisterwerk von 1949 aktueller denn je erscheinen.

Trotz aller Widrigkeiten klammert sich Willy an die Vision vom großen Erfolg. Nach deprimierenden Niederlagen träumt er vom zukünftigen Big-Deal. In der Familie spielt er den beliebten, erfolgreichen Geschäftsmann. Um seiner Frau Linda Einnahmen vorzutäuschen, leiht er sich Geld von seinem Freund Charly. Seine vergötterten Söhne sollen es zu etwas bringen, aber auch diese Hoffnung ist verflogen. Während sich Happy in ein oberflächliches Leben mit Alkohol und Frauen-Affären flüchtet, droht der unstete Biff auf der Suche nach einem eigenen Weg an den Erwartungen des Vaters zu zerbrechen. Die Söhne durchschauen Willys Selbstbetrug ebenso wie seine Frau. Aber sie hält zu ihm, will ihn ermutigen und vor der desillusionierenden Realität schützen. Als sich der Konflikt zwischen Biff und Willy zuspitzt und der Sohn den Vater mit der Wahrheit konfrontiert, beginnt der amerikanische Traum endgültig zum Albtraum zu werden…

Einfallsreich verwebt Regisseur Harald Demmer die verschiedenen Erzählebenen. So verschmelzen Gegenwart und Vergangenheit, Traumbilder und Alltagsrealität zu stimmigen ausdrucksstarken Szenen. In der Rolle des Willy Loman spielt der großartige Helmut Zierl einen zutiefst zerrissenen Menschen. Von euphorisch bis verzweifelt, von liebend bis selbstverliebt, von sanft bis wütend, verkörpert er die Facetten eines Mannes, der alles im Leben der Karriere und dem sozialen Aufstieg unterordnet. Ihm zur Seite steht ein beeindruckendes Schauspiel-Ensemble, das die Charaktere überzeugend herausarbeitet und das Stück in eine vielschichtige intensive Aufführung verwandelt.

„Ein atemberaubender, fesselnder Theaterabend“ (Neue Ruhr Zeitung)

„Grandioses Scheitern grandios gespielt“ (Saarbrücker Zeitung)

„Eine beeindruckende, berührende Aufführung“ (DEZET)